Samstag, 2. November 2013

Gruppenreise November 2013 (Reinhold Hartmann)


02. November 2013 

Bei diesem grau-kaltem Wetter ist jeder hier in Deutschland bis zur Unkenntlichkeit eingemummelt. Da wächst die Sehnsucht, unglaubliche Sehnsucht nach Wärme, Sonne und lachenden Gesichtern.

Gambia, wir kommen! 

Am 05. November geht es wieder, diesmal mit einer relativ kleinen Gruppe, los. Die Aufgaben, die wir im Gepäck haben, sind ganz schön viele. Wir hoffen, dass wir das alles in diesen 14 Tagen schaffen.

Dankbar sind wir, dass uns die Condor 20 kg Freigepäck zusätzlich gesponsert hat. Damit können wir viele Handarbeitssachen in Gambia einkaufen. Diese brauchen wir spätestens im Februar 2014, wenn wir unseren Stand auf der Haus-Garten-Freizeitmesse ausstatten. Die Messe steht diesmal im Zeichen der Kontinente. Und wir sind der einzige Afrika-Verein, der dort kostenfrei ausstellen darf.

Am Abend kamen unsere Freunde, Gibba (rechts) und Adama (links) vorbei und brachten einige Geschenke für ihre Familien in Gambia mit. Wir nahmen von beiden eine kleine Video-Botschaft auf. Dabei erinnerte Gibba unseren Headmaster Yunus, im Unterricht mit den Kindern ausschließlich Englisch zu sprechen. Er wiederholte es gleich zweimal "Yunus, kunilaku o sankani angale!" (und wir haben auch wieder etwas gelernt :-).


05. November 2013

Pünktlich um 13:11 Uhr fuhr unser Zug aus dem Leipziger Bahnhof.
Wolfgang* hatte sich uns gleich als sehr praktisch veranlagt empfohlen. Aus seinem Handgepäck zauberte er zwei gekühlte, mit Alufolie umwickelte Sektflaschen „Rotkäpchen Riesling trocken“.


Mit diesen begossen wir den Start in eine gemeinsame Zeit. Ulrike* hatte kurz darauf bestätigt, dass jetzt nach einer Woche alle Aufregungssymptome wie verflogen sind.
 * (beide sind unsere neuen Praktikanten. Wolfgang für etwa fünf Wochen und Ulrike für fünf Monate.


Dann wunderten wir uns, als wir dieses Schild über unseren Sitzen prangen sahen.



Wir waren uns einig: Dieses Schild soll die Fahrgäste auf die Alles-wissen-wollende NSA hinwiesen nach dem Motto "Achte drauf - Dein Bruder hört mit!".

Kaum ploppte der erste Korken, kam hinter einer Lehne eine Dame hervor und wies uns darauf hin, dass wir uns im Ruhebereich befinden, (stand nicht auf unserem Ticket). Dabei hatten wir nur mal "Prost" gesagt. Auch der Schaffner, meinte, er müsse uns darauf hinweisen …. Dabei verleierte er seine Augen nach der Dame von nebenan. Er musste das auf ihren Wunsch hin sagen.

Etwas später erzählten sich Marika und Ulrike von ihren Erlebnissen in Gambia. Und sie waren dabei wirklich sehr leise. Da kam eine Frau, drei Reihen weiter, mit schmerzerfülltem Gesicht und erklärte uns wieder etwas vom Ruhebereich und, dass sie jedes Wort mithören würde. Daraufhin Ulrike: "Ist das nicht schön wovon wir reden?". Die Reaktion von ihr war einmal mehr ein Stückchen Kohle auf unsere Glut für Gambia.

06. November 2013

Gut 40 min früher als geplant sind wir wohlbehalten um kurz vor 3 Uhr morgens in Gambia gelandet. Da wir für unser Praktikantenfahrzeug eine Kupplung mitnahmen, wurden wir bei der Einreise vom Zoll herausgefischt. Auf die Frage, was die Kupplung gekostet hat, reagierte Marika sehr gut: "Wir wissen nicht, was die Kupplung gekostet hat, da wir als Charity von Spenden leben." Der Zöllner muckte etwas auf, ließ sich dann unsere Charity-Urkunde zeigen, mit der wir hier in Gambia registriert sind. Dann packte er alles sorgfältig zurück und wünschte uns eine gute Zeit in Gambia.

Was keiner weiß: "Marika" bedeutet auch "das mobile Büro" :-). Wer sie kennt weiß, dass sie mehr Unterlagen mit sich führt, als andere Frauen an Kleidung.

Der etwas ältliche Bus, den das Hotel für uns organisierte, nahm unsere Koffer auf's Dach und uns unter dieses. Im Hotel angekommen kredenzte uns Lamin einen welcome-drink - sechsmal das köstliche gambische Bier und einmal Wasser.

Jetzt ist es gleich Sieben. Die aufgehende Sonne färbt alles in ein warmes Licht, der laue Wind vom Meer kühlt die Haut und umschmeichelt die Seele. Der Geruch von Gambia aktiviert alte Erinnerungen an unser "Zuhause". Ulrike hatte noch eine kleine Überraschung für uns. Jeder durfte sich einen ihrer mitgebrachten Halbedelstein für eine gute Zeit in Gambia aussuchen.

Mal sehen, was der Tag so bringt.

Und der ist schnell erklärt. Nach dieser kurzen Nacht prüfte der eine oder die andere noch mal das Hotelbett. Gegen 9:30 gab's gemeinsames Frühstück. Danach eine kleine Vorstellungsrunde, damit alle von allen die Motive der Reise, Hintergründe und Herkunft wussten. Dann planten wir den Tag und den Rest der Woche. Unser Mietauto sollten wir gegen 14:00 Uhr bekommen. Also machten wir uns rechtzeitig auf den Weg. Joe und Claudia, die Inhaber von Sukuta-Camping hatten einen "neuen" T4 in ihren Rennstall aufgenommen. Der sollte uns ab jetzt durch das Land tragen. In einem Aufwasch kauften wir noch drei Africell-Sim-Karten, damit wir uns für uns wichtig Menschen erreichbar sind.

Zurück im Hotel brachen wir zum fröhlichen Geldtauschen auf. Wir waren positiv erschrocken, als wir jetzt für einen Euro 51 Dalasi bekamen. Noch im Juli war der Kurs um die 40 DAL. Das heißt, für uns wird vieles billiger, für die Gambier alles teurer. Unser Lieblingskellner Gallow meinte, sein Gehalt sei seit Jahren 2.000 DAL. Davon zieht er einen Sack Reis für 1.150 DAL ab, dann die Miete von 700 DAL und die restlichen 150 (3 EUR) müssen für etwas Gemüse, Strom und Wasser, sowie Schulgeld für seine Kleinsten, Kleidung … reichen.

Unsere Gruppenmitglieder sahen sich etwas im Senegambia um, gingen auch noch auf den Handwerksmarkt und warteten dann auf uns an der Meeting Corner, dem "Jasmina", das von einem Österreicher betrieben wird. Marika und Reinhold trafen sich mit Ann Rivington, zahlten ihr einen Teil der mitgenommenen Euros auf unser Vereinskonto bei ihr ein. Für die, die es noch nicht wissen, Ann ist Anwältin und verwaltet für uns das Geld des Vereins. Sie zahlt, wenn wir nicht da sind, nur auf Anweisung des Vorstandes (Mail) die monatlichen Kosten für Gehälter und Essen an die Koordinatorin Haddy aus. Und wieder war eine Stunde mit Update der letzten Informationen vergangen.

Im Hotel machten wir uns frisch und aßen am Abend mit Gudrun und Jochen vom Kambengo e.V., die hier in Gambia auch eine Nursery betreiben, im Blue Kitchen köstlich unter freiem Himmel. Der zunehmende Mond, der hier auf dem Rücken liegt, "küsste die links von ihm stehende Venus. Traumhaft schön.

Ja und dann sackten wir mit Desinfektionsmitteln und Prophylaxe gegen Malaria auf dem Balkon von Matthias ab und tauchten gegen 24:00 Uhr in den wohlverdienten Schlaf.

7. November 2013

Sieben Uhr, der Wecker klingelte zum Aufstehen. 8:30 Uhr brachen wir auf, um heute zur Schule zu fahren. Ein umfangreiches Programm sollte auf uns warten!

Auf dem Weg zur Schule, nahmen wir in Brikama Peter auf. Ihn lernten wir vor einem Jahr kennen, als wir Pflanzen für die Schule kauften. Zwischenzeitlich hat er sich als sehr sachkundig und hilfsbereit erwiesen. Er war es auch, der immer wieder die Schule besuchte und uns die aktuellsten Bilder über den Baufortschritt übermittelte. Auf dem Markt kauften wir noch 20 Päckchen Ataya-Tee (15 DAL/Paket), ein beliebtes Geschenk, über das sich jeder Gambier immer wieder freut.

Als wir in Sibanor ankamen, besuchten wir das Krankenhaus. Vielleicht gab es eine Möglichkeit, Ulrike und Wolfgang dort unterzubringen. Sie wollten das prüfen. Dann nahmen wir noch acht Wassermelonen für die Schule mit (alle zusammen 500 DAL).

Dieses Foto schossen wir am Melonenstand.


Dann ging es in den Busch. Der Weg war zwar durch die Regenzeit sehr ausgewaschen, aber völlig trocken, so dass wir den Allradantrieb, den unser T4 nicht hatte, auch gar nicht brauchten.

Auf dem Weg hielten wir in Kusamai. Dieser Ort, der größer als "unser" Tampa Kunde und Seawoll ist. liegt etwa 3 km davor. Hier wurde eine Schule von einer christlichen Organisation vor vier Jahren angefangen jedoch nicht zu Ende gebaut. Wir sprachen mit dem Bürgermeister (Alkalo), erhielten eine Telefonnummer einer Person, die uns erklären sollte, warum der Bau eingestellt wurde.



Dann fuhren wir weiter. An unserer Schule wurden wir herzlich begrüßt und unsere „Neuen“ strömten gleich über das ganze Grundstück aus. Fragen wurden gestellt, Antworten gegeben. 

Gegen Zwölf gab es Mittagessen: Reis mit Zwiebelsoße. Danach sprachen wir mit Yunus in seinem Compound und abseits von immer neugierigen Kinderhänden über die aktuellen Themen:

Wir erzählten ihm unsere Ergebnisse der Strategiesitzungen, sprachen über die anstehenden Baumaßnahmen (z.B. Essenspavillon),  Bedürfnisse in den Räumen (z.B. Schulmaterial) und außerhalb (Reparaturmaßnahmen), was derzeit an Essen regelmäßig gebraucht wird, wie Yunus zur Hospitation beim Linden e.V. steht (er freut sich darauf) und vieles andere mehr.


Ende des letzten Schuljahres wechselten von den 81 Kindern 33 an die Grundschule. Die aktuelle Schülerzahl liegt bei 83.

Gegen 15:00 Uhr fuhren wir dann zur Bintang-Bolong-Lodge. Mit einem motorisierten Einbaum ließen wir uns bei einsetzender Ebbe die Mangrovenwälder zeigen. Dann gab es ein herrliches Abendessen, mit Reis, Salat, Butterfisch und zum Nachtisch Bananen.


Die Zimmer hier sind sehr einfach, doch da wir rechtschaffen müde waren, fielen wir bald schon in den wohlverdienten Schlaf.

08. November 2013 

Nach einem gemächlichen Frühstück, gemächlich deshalb, weil es fast eine halbe Stunde dauerte, bis es vollständig auf dem Tisch stand (Wir haben die Uhr und die Afrikaner die Zeit J), fuhren wir wieder zur Schule. Dort folgten wir in Kleingruppen dem Unterricht, Helgard, eine pensionierte Studienrätin, lernte der dritten Lehrerin Jarra das englische ABC-Lied. Yunus hatte auf den zusammengestellten Tischen Memorykarten verteilt. Er nahm jeweils eine hoch, zeigte sie den Kindern und fragte nach dem englischen Begriff. Es war eine sehr schöne Art des Unterrichts, den wir mit ihm erlebten. Interessant war, dass die Kinder „Snow“ wussten, nicht aber erkannten, was eine „City“ ist.

Yunus hatte auf unseren Wunsch hin den Carpenter einberufen. Wir besprachen mit ihm die neuen 24 Schulbänke. Sie sollten eine Lehne haben, da die alten Bänke leicht kippen und oder die Kinder nach hinten fallen.

Dann gab es ein völlig anderes Mittagessen. Es roch und schmeckte wie eine Erbsensuppe, wir waren uns aber nicht sicher, ob es nicht auch ein Bohnengemüse hätte sein können. Anschließend wurden an die Kinder die mitgebrachten Melonen aufgeschnitten verteilt.

Diesmal fanden wir es erstaunlich, wie diszipliniert die Kinder dem Unterricht folgten. Sie ließen sich von unserer Anwesenheit nicht stören.

Nachdem alles gegessen war gingen die Kinder auf Anweisung von Yunus wirklich auch nach Hause und wir hatten die Ruhe, um mit ihm die gestern besprochenen Themen abzuschließen. Wir werden die Gehälter um etwa 20% erhöhen. Dies entspricht dem Wertverfall des Dalasis in diesem Jahr, so dass es uns am Ende nicht wesentlich mehr kostet. Auch werden wir Yunus eine kleine Handkasse (die nennen das „Petit-Caisse“) einrichten, da unser Ziel ist, dass kleine Reparaturen selbst während unserer Abwesenheit erledigt werden können. Marika wiederholte ihren Standardspruch: „Yunus you know, no receipt no money“. Es muss für alles ein Belegnachweis da sein.

Gegen 14:30 Uhr traten wir die Heimreise an. Im Hotel noch ein Sprung ins Meer oder in den Pool und dann wartete „Mamas“ auf uns. Ein Restaurant, das von einer Schweizerin betrieben wird, und das jeden Freitag ein leckeres All-you-can-eat-Seafoodbuffet“ anbietet (Preis pro Person etwa 8 EUR).

Der Desinfektionsakt am Abend auf dem Balkon dauerte diesmal nachts um 01:30 Uhr, da wir uns in anregenden Diskussionen über Wenn und Ob und Überhaupt verloren.

09. November 2013 

Wir entschlossen uns kurzfristig, dass nur Marika und Reinhold zu Birgit, der Leiterin des Krankenhauses in Tanjie fahren. Die Gruppe bekam einen Tag zur freien Verfügung – der auf unterschiedliche Weise verbracht wurde. Die einen besuchten den Affenpark, andere gingen zum Serekunda-Market, ...

Marika und Reinhold nutzten die Gelegenheit, gleich noch bei Karamba und seiner Familie vorbeizufahren. Erstens um das neue Baby, sie gaben ihr den Namen "Marika", anzusehen 

und zweitens mit ihm schon über unsere Gedanken zum Essensplatz zu sprechen.


Mit viel Wiedersehensfreude wurden wir aufs Herzlichste begrüßt. Wir brachten neben einigen Softdrinks, zwei Wassermelonen auch einige kleine Geschenke für die kleine Marika mit. Wir nannten sie scherzend „Marika-two“ (abgeleitet von Aisatou).
  
Karamba meinte auch, die Regenzeit sei jetzt ganz sicher vorbei ist. Er würde gern kommende Woche mit den Malerarbeiten an der Schule beginnen. Unser Plan ist, am Donnerstag wieder zur Schule zu fahren.

Dann ging’s zu Birgit.

Die Wiedersehensfreude war groß. Sie selbst ist wieder seit fünf Wochen in Gambia. Die vier Monate in Deutschland nutzt sie, um Gelder zu sammeln, Medikamente zu kaufen und sie kochte wieder 1.648 Gläser Marmelade. Die verkauft sie auf den Märkten und "erntete" diesmal gut 6.000 EUR. 

Nach ihrer Rückkehr aus Deutschland musste sie einige Enttäuschungen erfahren. Die Regenzeit, die noch im Oktober wütete setzte ihr Compound unter Wasser, ihr Fahrzeug wurde total beschädigt und vieles mehr.

Wieder zurück im Hotel nahmen wir die Gruppe auf und fuhren zu Haddy, unserer Koordinatorin, die ihren 25. Geburtstag nachfeierte. Das kleine Compound war brechend voll mit Kindern, Freundinnen, Familienmitgliedern und am Ende uns. Es wurde zu „leicht“ übersteuerter Musik getanzt. Kekse wurden gereicht und für uns war etwas Herzhaftes zum Essen (Schrimps mit Nudeln) vorbereitet.

Gegen 10:00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, desinfizierten uns noch und analysierten dabei die Erkenntnisse, die Teile von uns an der Grundschule in Tamba-Kunda für sich erfahren hatten.

10. November 2013

Für heute hatten wir uns gegen 10.00 Uhr bei Birgit verabredet. Außer Helgard kannte noch niemand Birgit und ihr schönes Rundhaus mit dem wunderbaren Garten. Ihr Anwesen ist wirklich ein kleines Paradies und so war jeder hiervon begeistert. Unter dem Mangobaum saßen wir beieinander, erzählten viel und tauschten uns aus. Wer mochte, konnte sich im Haus und außen umsehen. Birgit hatte vor der Regenzeit ihr Dach neu decken lassen - diesmal mit dem für Gambia typischen Elefantengras. Es sieht sehr traditionell aus und hält lt. Birgit viele Jahre. 
Der Plan für heute war, dass wir gemeinsam mit Birgit an den Paradise Beach fahren, wo es auch etliche Shops mit Holzsachen, Ketten gibt. Dort kennen die Verkäufer Birgit und so hofften wir auf gute Einkäufe mit richtig guten Preisen.

Gemeinsam fuhren wir an den Strand. Ousman, der Wachmann von Birgit, kam mit seiner Tochter, die ebenfalls Birgit heißt :-), mit. Der Strand ist wirklich ein Paradies und das Wasser war einfach herrlich. Es ist schon toll, wenn man im Atlantik bei ca. 30° Grad Wassertemperatur baden kann. Man will gar nicht mehr aus dem Wasser kommen.

Die kleine Birgit ist eine richtige Wasserratte. Sie ging mit Reinhold und Marika zusammen ins Wasser. Jede ihrer Hand umklammerte einen von beiden. Und je näher die großen Wellen auf sie zukamen, umso fester wurde ihr Griff. Und dann sprang sie über die Wellen hinweg und juchzte jedes Mal vor Freude.

Nach dieser sehr wohltuenden Erfrischung ging es zu den Shops. Zunächst sondierten wir das Angebot. Birgit sagte uns bereits im Vorfeld, dass wir dort auch noch nachbestellen können, wenn die Händler nicht genügend da hätten.
Summa summarum haben wir ordentlich eingekauft und auch noch vieles bestellt. Von großen Giraffen angefangen, über kleine Trommeln bis hin zu Ketten und Armbändern. Die Ladefläche des Autos war jedenfalls voll.


Den Höhepunkt des Nachmittags bildete dort am Strand ein Wrestling-Turnier, das dort wohl jeden Sonntag veranstaltet. Vom Hörensagen kannte das einige von unserer Gruppe, aber live hatte es noch niemand gesehen. Es ist eine Art Ringkampf, bei dem sich die Kämpfer vorher mit Wasser bespritzen und danach Sand auf ihren Körper streuen, um dem Gegner im wahrsten Sinne des Wortes keine Angriffsfläche zu bieten. Sehr spannend und sehr fair! Gewonnen hat der, der es schafft, als erster seinen Gegner auf die Erde zu werfen.

Leider konnten wir nicht bis ganz zum Schluss bleiben, weil wir für den Abend im "Calypso" einen Tisch für uns reserviert hatten. Das "Calypso" ist ein sehr schönes Restaurant direkt am Meer und gehört dem Mann unserer Anwältin. Wenn es sich einrichten lässt, sind wir pro Aufenthalt wenigstens einmal dort zum Abendessen.

Heute Abend gab es ein Highlight: es gab einen Auftritt einer jungen senegalesischen Sängerin, die normalerweise exklusiv in einem anderen Hotel singt. Aber Ann, unsere Anwältin, konnte sie für einige Abende im "Calypso" verpflichten. Und es war wirklich sehr schön! Sie sang auch viele Lieder von Bob Marley oder Miriam Makeba und - die Musik war nicht übersteuert :-)

Zum einen liegt das Restaurant sehr romantisch, das Essen war wie immer sehr gut und die Musik war wirklich klasse! Helgard und Reinhold kauften gleich eine von der Künstlerin selbst signierte CD.
Jedenfalls war es ein sehr, sehr schöner - wie die Gruppe einstimmig feststellte.

Zurück im Hotel gab es noch eine, diesmal relativ kurze medizinisch-indizierte "Absacker-Runde", bevor alle gegen 23 Uhr schlafen gingen.

11. November 2013

Paul erzählte uns gestern, dass er heute gerne in Frauenprojekt "Fandema", das so viel wie "helf dir selbst" ansehen möchte, das südlich von Tanjie von einer Spanierin und ihrem gambischen Ehemann 2010 initiiert wurde. So entschlossen wir uns "kurzer Hand" es gemeinsam anzusehen.

Hier werden Frauen in kleinen Workshopgruppen weitergebildet. Einige lernen erst einmal Englisch. Haben Sie dieses Level passiert, werden ihnen die Grundlagen eines Business vermittelt und in der dritten Gruppe lernen sie, mit dem Computer umzugehen.


Parallel dazu führen sie praktische Arbeiten aus. Sie beginnen mit dem Nähen von Hand, dann mit der stromlosen Nähmaschine und später mit der elektrischen. In einem anderen Kurs wird gebatikt. Ein weiterer vermittelt Kochkenntnisse.


Interessierte Frauen können sich bewerben. Sie werden in einem Interview gefragt, was sie werden wollen und warum. Eine weitere Frage ist, wie viel Zeit sie investieren wollen (oder können). Sagt eine z.B. "drei Stunden am Tag", so wird vereinbart, dass sie jeden Tag eine Stunde mindestens Präsenz zeigen muss. Der Hintergrund ist: Die Frauen müssen oft noch ihre Hausarbeiten bewältigen und die Zusage von drei Stunden kann oft nicht eingehalten werden.

Danach wird eine Probezeit von drei Monaten vereinbart. In dieser werden Kriterien wie Disziplin, Konzentration, sozialer Umgang, usw. geprüft. Sind diese positiv, so erhält die Teilnehmerin einen Vertrag über zwei Jahre.

Die hergestellten Handwerksarbeiten werden auf den Märkten verkauft und finanzieren so die Ausbildung.

Ein weiterer Zweig ist die Energieversorgung. Das Gewinnen von Energie aus Windkraft und Solar werden sehr anschaulich erklärt. In einem eigenen Raum sind alle Aggregate in Schaltkästen zusammengeführt. 

Das ganze System ist so ausgefeilt, dass alles dokumentiert wird, regelmäßig an den Support in Spanien geschickt und von dort auch das System begleitet werden kann. Teilweise wird die Überproduktion ins gambische Netz gegeben, was dem Projekt ebenfalls einen Ertrag bringt.

Angeschlossen ist auch eine kleine Nursery-Schule, in die Kinder, die eine Patenschaft erhalten haben für die Schule vorbereitet werden. Die Feinmotorik zu erlernen ist auch hier als eine der Herausforderungen für gambische Kinder erkannt worden.

Wie uns Malam, der gambische Ehemann von Silvia, der Spanierin, mitteilte, orientieren sie sich bewusst an europäischen Lernmethoden, weil sie der festen Überzeugung sind, dass nur ein Adaptieren dieses den Zugang der Gambier zur übrigen Welt ermöglicht.

Wir alle waren sehr angetan von der Schlüssigkeit und der Umsetzung des Projektes.

Nach diesem Besuch beschlossen wir, gleich noch im health center in Tanja, das von Birgit Lempa gegründet und betrieben wird, vorbeizuschauen. Birgit selbst war nicht da, jedoch haben uns die Mitarbeiter durch das Krankenhaus geführt und alles erklärt. Wie wir jedes Mal erleben, waren die Mitglieder unserer Gruppe beeindruckt von dem, was diese Frau alles auf die Beine stellt.

Gegen 15 Uhr waren wir zurück im Hotel und haben alle diejenigen angerufen, für die wir Briefe aus Deutschland mitgebracht haben. Insgesamt waren es vier und alle vier konnten wir noch an diesem Nachmittag an den Mann bzw. die Frau bringen.

Für halb sechs hatten wir uns mit der (kleinen) Haddy (Stichwort: Herzpatientin in Leipzig) und ihrer Schwester Jerre verabredet. Haddy ist so aufgeschlossen, wie wir sie so in Leipzig seinerzeit nicht erlebt hatten. Wie wir im Gespräch erfahren haben, hat ihre Schwester (22 Jahre) nur sechs Jahre die Grundschule besucht. Danach hat sie sich bei jeder Gelegenheit ein immer besseres Englisch beigebracht. Und nutzt auch heute noch jede Gelegenheit, ihr Englisch zu verbessern. Beide haben wir zum Abendessen ins Leybato eingeladen.

Das Leybato ist ein von Dänen betriebenes kleines Restaurant nebst Zimmern bzw. Rundhütten direkt am Strand von Bakau. Wir sind jedes Mal gern dort. Und die Mitglieder unserer Gruppe stellten fest, dass es in den Lokalitäten von Abend zu Abend eine Steigerung gegeben hätte. 
Für die nächsten Tage mussten wir diesbezüglich die Erwartungen dämpfen, weil nun eine Steigerung kaum noch möglich sein wird.

Die kleine Haddy wurde gegen 21 Uhr rechtschaffend müde, so dass wir bald aufbrachen und Haddy und ihre Schwester fast bis nach Hause fuhren.

Nach einer kurzen "medizinischen" Behandlungsrunde  auf Matthias Balkon gingen wir bald schlafen. Gute Nacht!

12. November 2013

Auch dieser Tag stand unter dem Zeichen des Inputs. Wir besuchten den Linden e.V., den Verein, bei dem Yunus gemeinsam mit Ulrike hospitieren sollten. Therese Gomez, die Headmistress des Vereins, erklärte uns ihr System, das im Wesentlichen die Montessori-Lehrmethoden nutzt. Dann besichtigten wir die Nursery mit ihren 120 Schülern. Diese Zahl ist fix, mehr werden in der Vorschule nicht angenommen. In der Grundschule, die der Verein ebenfalls betreut, sind derzeit 1.076 Kinder!

Konstantin, einer der Praktikanten, die sich für unsere Schule beworben hatten und den wir dann aber zu Linden e.V. vermittelten, hatte heute seinen 19. Geburtstag. Wir brachten ihm ein Glas Wienerwürstchen, Essiggurken, Nutella, einen Geburtstagskuchen und den neuen Kalender mit. Die Freude war groß.

Konstantin und Jasmin, die andere Praktikantin, zeigten uns dann "ihre" Schule und erklärten uns alles. Mit Therese besprachen wir in der Zwischenzeit die Details wegen des Praktikums für Yunus und Ulrike, das Ende November beginnen soll. Jasmin und Konstantin erklärten sich bereit, Ulrike für diese Zeit in ihrer Praktikantenwohnung aufzunehmen. Dafür schon mal an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
Therese wird versuchen, Yunus für diese Zeit ebenfalls auf dem Schulgelände unterzubringen.

Wir sind schon sehr gespannt, was die beiden an neuen Ideen in unserem Schulprojekt mit einbringen werden.

Gegen 12:30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu Sukuta-Wannsee. Marina aus Berlin-Wannsee betreut diese Schule seit über 25 Jahre. Dort wird auch eine kleine Bibliothek mit englischen Büchern betrieben. Der Headmaster der Schule zeigte uns die Klassen und erläuterte das Schulsystem. Es gibt an dieser Schule eine Kindergarten-Klasse, dann eine Primary-School (1. bis 6. Klasse) und am Nachmittag werden die Schüler ab Klasse 7 in einer zweiten Schicht unterrichtet. So wird die Schule effektiv genutzt.

Nach dem Besuch der Schule schauten wir noch kurz bei Marina vorbei, die ganz in der Nähe der Schule wohnt.

Gegen ca. 14 Uhr hatte ein Teil der Gruppe den Nachmittag "zur freien Verfügung". Reinhold fuhr mit Ulrike und Wolfgang zur KairabaAve. Dort kauften sie bei einem Schreibwarenhändler 240 Schulhefte, 15 Pakete Buntstifte, 1 Paket Bleistifte und Tafelkreide. Dann schickte er Ulrike und Wolfgang los, um erstmals selbständig ihr Telefon aufzuladen, was ihnen prima gelang. Dann erkundigten sie sich nach einem Internetstick, damit die beiden fast überall online gehen können. War aber zu teuer. In einem Sportgeschäft erwarben sie noch einen Fußball, zwei Holla-Hoop-Reifen und einige kleine Wurfbälle für Fangübungen.

Um 17 Uhr waren sie zurück und hatten gerade noch Zeit, um sich zu duschen und zum Abendessen fertig zu machen. Paul hatte heute seinen letzten Abend in Gambia, da er morgen leider schon nach Hause zurück fliegen muss. Aus diesem Grund lud er uns zum Libanesen am Senegambia ein. Es wurde ein sehr schöner Abend. Vielen Dank Paul für diese Einladung! 

13. November 2013

Heute hat unser Matthias Geburtstag. Gallow, einer der Frühstückskellner, hatte auf unsere Bitte hin den Tisch mit wunderschönen frischen Blumen geschmückt, so dass dieser Tag schon richtig schön  begann.

Als Matthias zum Frühstück kam, wurde er von allen herzlich begrüßt. Als Geschenk bekam er einen kleinen Baobab-Setzling, den es nun gilt, in Leipzig-Leutzsch zu einem riesigen Baum heranwachsen zu lassen. Den Ehrgeiz hat Matthias jedenfalls. Na, in gut 100 Jahren wissen wir mehr :-)

Da heute ein muslimischer Feiertag ist (muslimisches Neujahrsfest) konnten wir es auch etwas ruhiger angehen lassen. Mit einem Teil der Gruppe fuhren wir heute nach Cachically, dem heiligen Krokodil-Pool. Da Reinhold und Marika schon oft genug Krokodile gestreichelt haben (zumindest diese), blieben sie draußen und sahen sich in den umliegenden Galerien um. Aus einer dieser Galerien haben sie bereits Bilder mit nach Deutschland gebracht, die zugunsten des Schulprojekts in Tampa Kunde verkauft wurde.
Bei diesem Maler, Ebi, kauften wir auch diesmal wieder viele schöne Bilder.

Und weil wir in Gambia ein Charity-Projekt haben, hat er uns auch diesmal wieder sehr gute Preise gemacht. Und zu einem der Bilder hat er uns per Video erklärt, was es im einzelnen bedeutet.

In einer benachbarten Galerie sahen wir wunderschöne Batikarbeiten.

Von dieser Art haben wir noch nichts in Gambia gesehen. Für Freitag haben wir einen Termin mit ihm ausgemacht. Dann werden wir mit ihm diskutieren und schauen, ob wir vielleicht mit ihm ins Geschäft kommen.

Anschließend mussten wir nochmal ins "Leybato", um eine vergessene Tasche dort zu holen. Diese Zeit nutzten wir gleich für eine kleine Pause mit einem kleinen gut gekühlten Bierchen mit Blick auf das Meer - so kann man es sich gut gehen lassen.

Auf dem Rückweg haben wir noch für unsere Schule einen Sack Zucker gekauft, den wir morgen mitnehmen wollen.
Am "traffic light" haben wir unsere Koordinatorin Haddy getroffen und sie mitgenommen, damit wir mit ihr gemeinsam die Abrechnung und die Belege der letzten Monate durchgehen. Wir waren von ihrer Arbeit sehr, sehr angetan. Es stimmte alles bis auf den letzten Butut!

Leider war heute Pauls letzter Tag. Er hatte heute auch noch volles Programm und kam gegen 18 Uhr. Wir saßen zum Abschied noch eine kurze Zeit zusammen und fuhren ihn dann gemeinsam mit Peter, der es sich nicht nehmen ließ, Paul zum Flughafen zu begleiten, und Ulrike zum Flughafen. Ein wenig wehmütig war uns schon um´s Herz, als wir ihn dort verabschiedeten. Wir wünschten ihm einen guten Flug!

Als wir zurück im Hotel waren, erwartete uns anlässlich Matthias Geburtstag ein superleckeres Dinner-Buffet auf seiner Terrasse. Die Kellner hatten mit viel Liebe alles dekoriert und angerichtet und alles Matthias Wünschen entsprechend gestaltet. Es war jedenfalls ein richtiger toller und sehr stimmungsvoller Abend! Und als dann am späten Abend Pauls Maschine über uns hinweg flog, winkten wir ihm alle von unten zu!

14. November 2013

Nach einem Frühstück um 7:00 Uhr fuhren wir wieder zur Schule. Wir nahmen Karamba, zwei Maler in Sanyang auf und hielten kurz in Brikama, um noch Kleinigkeiten einzukaufen (Marika fand schöne Stoffe für die Haus-Garten-Freizeit im Februar 2014).
In Sibanor machten wir einen weiteren Versuch, Ulrike unterzubringen. Doch endgültig wird es wohl erst am Dienstag klar sein, ob alles klappt. Karamba wollte noch zwei Sack Zement mit nehmen, da er mit den Sockelleisten weitermachen wollte.

Kaum an der Schule angekommen, machte er sich an die Arbeit.
Peter lud die Blumen aus und grub mit Landing die ersten Löcher. Sie wollten aber erst noch etwas Eselsdung besorgen und die Pflanzen dann morgen in die Erde bringen.

Marika hatte bei ihrem letzten Kurzaufenthalt in Amsterdam eine (Schul-)Glocke besorgt und überreichte sie zur großen Freude an Yunus.
In der Zwischenzeit begann Ulrike mit ihrem Sportunterricht. Obwohl die Gambier - wie alle Afrikaner - einen sehr guten Hüftschwung haben, schaffte es keiner, den Hoola-Hoop-Reifen am Körper zu halten.
Die Kinder nahmen den Reifen, brachten ihn in Bewegung und drehten sich dann selbst im Kreis. Es gab jedes Mal ein großes Gelächter. Dann übertraf Ulrike sich selbst und nutzte ihren Hals.

Da es schwer war, die Kinder auf Abstand zu halten, versuchte Reinhold, die Disziplin einzufordern, indem er eine Linie in den Sand zog und die Kinder einzeln zu sich bat. Das ging recht gut und jedesmal wurde der oder die Ausgewählte beklatscht.

In der Zwischenzeit wurde das von Matthias gesponserte Geburtstagsbäumchen in die Erde zelebriert. Es ist ein kleine Guave.

Dann gab's Essen, danach wurden die Belege von Yunus übergeben und ein Kassensturz gemacht. Wir waren begeistert, dass auch hier alles bis auf den letzten Butut stimmte. Ein schönes Gefühl, dass nichts, aber auch gar nichts aus dem Ruder läuft.

Mit Karamba besprachen wir dann den Essenspavillon, die anstehenden Malerarbeiten, das eine oder andere, was ausgebessert werden muss und die Sanierung der Toiletten, die durch die drei Regenzeiten auch sehr gelitten haben und nachgearbeitet werden müssen.

Schließlich machten wir uns auf den Heimweg, nicht, ohne in der Bintang-Bolong-Lodge um 18:00 Uhr noch schnell unseren Durst zu stillen. In Brikama besorgten wir für den kleinen Hunger noch etwas Tabalapa mit Ei, brachten Karamba nach Hause und trafen endlich nach einem 13 Stundentag um 20:30 Uhr im Hotel ein. Die "Schaweeeeele", wie Christian von Rügen zum Bierchen sagt, tat richtig gut und gegen 23:30 fielen wir in den wohlverdienten Schlaf. Natürlich wurden auch an diesem Abend wieder viele anregende Debatten geführt.

15. November 2013


Selbst wenn am Vorabend gesagt wird: "Heute ist Ausschlafen angesagt, wir starten erst um Neun", ist die innere Uhr bereits so programmiert, dass kurz nach Sieben, dann, wenn das Frühstücksbuffet eröffnet ist, die ersten schon da sind. Mir, dem Schreiberling, geht es auch so. Heute war ich schon um 06:45 hier am Computer, um euch den neuesten Stand zu schreiben. Wir haben hier durch unser Tun so viele Eindrücke zu verarbeiten, Möglichkeiten auf Umsetzung zu prüfen, Gedanken einzusortieren, die links und rechts des Tuns fast beiläufig ihren Raum fordern, so dass der Denkapparat ständig "on" ist.

Ich fange heute mal an, rückwärts zu erzählen. Gestern Abend trafen wir uns mit Ellen, Hans und Wolfgang vom Linden e.V. bei "Mama" zum Seefoodbuffet. Dabei tauschten wir sehr offen und intensiv unsere Erfahrungen aus. Wieder gab es beidseits neue Erkenntnisse und sehr viel Übereinstimmung. Es bestätigte sich, dass es schwer ist, menschlich gereifte, integre und loyale Personen hier zu finden, die auch noch mit einer hohen Kompetenz ausgestattet sind. Am Ende fühlten wir uns bestätigt, dass unser Headmaster Yunus eine kleine Perle ist. Auch Peter, den wir vor einem Jahr kennen lernten oder Haddy, die die Finanzthemen sehr gut im Griff hat, scheinen ein Glücksfall zu sein.

Dass wir danach im Hotel auf dem Balkon von Matthias eine kleine Desinfektionsrunde zelebrierten, muss nicht noch mal ausführlich beschrieben werden.

Vor dem Abendessen versuchten wir auf dem Banjul-Highway Klempner-Material einzukaufen, weil sich Wolfgang entschlossen hatte, an der Schule nach unserer Abreise kommende Woche dauerhaft zu übernachten. Er bat darum, wenigstens die Dusche fertig zu stellen. Dem wollten wir gerne entsprechen. Leider hatte der "Baumarkt", der alles haben soll, auf Grund des Freitagsgebetes bereits geschlossen. Wir müssen es heute Morgen nochmals versuchen.

Davor waren wir nochmals am Katchikally-Crokodile-Pool, um die bestellten Batikarbeiten des Künstlers Baboucarr abzuholen. Das Bild, das wir am 13.11. schon in diesem Blog zeigten, war fertig und ist auch dabei. Wir kauften drei Arbeiten und nahmen einige auf Kommission für die Messe im Februar mit. Hier seht ihr, wie er seine Arbeit beginnt:

Und was er sonst noch macht (dieses Bild war gestern verkauft worden).

Dann sahen wir am Nachbarstand bei einem anderen Künstler ebenfalls sehr schöne und ganz andere Bilder. Acht davon riefen uns zu: "Nehmt uns mit", was wir dann auch taten. Lasst euch überraschen :-).

Wir besprachen, dass wir die Bilder auch auf unsere Webseite stellen. Vielleicht finden wir auch darüber Personen, die an einer Auftragsmalerei interessiert sind. Babou würde sie dann für uns bis zum nächsten Besuch fertigen.

Marika hatte noch vor dem Einkauf Geld für den Verein getauscht und bekam nach etwas Handeln 52 DAL für einen EUR.

Den Vormittag nutzten Marika, Reinhold und Peter, um sich in Brikama am Teachers-College nach der Anmeldeprozedur für eine Weiterbildung unserer Jarra, der Highschoolabsolventin, die nun bereits im zweiten Schuljahr an unserer Schule die Kleinen unterrichtet, zu erkundigen. Der Kurs "Early Child Developement" geht über drei Jahre, findet jeweils in den Sommer-, Weihnachts- und Osterferien statt und kostet insgesamt 18.000 DAL (360 EUR). Eine Investition, die sinnvoll ist und die wir gerne leisten wollen.

Insgesamt war dieser wieder ein runder Tag.

16. November 2013

Weil ja gestern der Sanitärhandel schon geschlossen hatte, fuhren Matthias, Reinhold und Peter um 09:30 Uhr zum Banjul-Highway und kauften alles für die Sanitärausstattung für die Unterkunft an der Schule. Matthias der Klempnermeister stellte mit viel Sorgfalt alles zusammen. Nach zwei Stunden hatten sie alles Der Meister war hochzufrieden, dass wir mit 108 EUR einen Bruchteil dessen ausgaben, was er in Deutschland dafür bezahlen müsste. Allein das runde Waschbecken, das wir für 40 EUR erstanden würde er in Deutschland nicht unter 400 EUR erhalten.

Danach stoppten wir noch im Timbooktoo, dem Schreibwarenladen und besorgten uns Quittungsblock und ein Duplicatebook.

Im Hotel angekommen aßen wir noch eine Kleinigkeit und fuhren dann nach Sanyang, um die bestellten Giraffen, Holzschalen, Ketten, Masken, Murmelspiele, … abzuholen. Marika und Reinhold besuchten noch einmal Birgit, die vor vier Tagen die Malaria bekommen hatte. Sie war schon wieder auf dem Weg der Besserung, meinte allerdings, dass es ganz schön heftig war.

Als wir gegen 18:00 Uhr heimfahren wollten, zwang uns ein Telefonat mit Karamba zur Umkehr. Er brauchte noch acht Sack Zement, denn er wollte morgen mit seinen Leuten an der Schule die restlichen Arbeiten fortführen, damit am Dienstag die Installation abgeschlossen werden konnte.

Ein Gutes hatte diese zusätzliche Organisationsaufgabe. Die kleine Marika konnte wieder im Arm unserer "Mamas" geschaukelt werden, während die Männer Installationsthemen besprachen. Es war wieder einmal stockdunkel, die Dunkelheit setzt derzeit so gegen 19:00 Uhr ein, als wir uns auf den Heimweg machten. Es erfordert unglaubliche Konzentration, die Schatten der Radfahrer und Fußgänger am Rande der unbeleuchteten Straße zu erkennen. Aber auch ein Großteil der auf der Straße fahrenden Autos fährt gänzlich unbeleuchtet.

Umso glücklicher waren wir, als im "Sea Shells" ein leckeres Abendessen auf uns wartete.


17. November 2013

Der Tag heute ist schnell beschrieben. Marika und Reinhold fuhren mit Peter zu einem Compound in Lamin. Dort trafen wir um 11:00 Uhr die kleine Majula, deren 22jährige Mama bei einem Autounfall ums Leben kam.

Wir waren überrascht und angetan, wie die Angehörigen mit einem solchen Verlust umgehen. Einmal mehr erlebten wir die Herzensbildung hautnah, die in Gambia bei vielen Menschen sehr stark ausgeprägt ist. Aber auch der religiöse Glaube hilft ihnen, mit einem solchen Schicksalsschlag besser umzugehen. Jedenfalls war ein zutiefst emotionales Treffen.

Danach war etwas Entspannung angesagt. Gegen 16:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zu Fatous Compound. Heute gab es das traditionelle Shrimps-Buffet. 

Wir brachten Softdrinks und Eis mit. Unsere "Neuen" wanderten in die nahegelegenen Mangroven. Reinhold wurde von den Trommlern angelockt, die bei eine Feier, eine Straße weiter, stattfand und filmte kleine Sequenzen.

Zurück im Hotel saßen wir unter freiem Himmel und sprachen über Gott und die Welt.

18. November 2013

Für heute stand die Besichtigung eines weiteren deutschen Schulprojekts an. Es ist die "Kambengo-Nursery" in Sukuta, die von einem Berliner Verein unterstützt wird. Nach kurzem Suchen fanden wir die kleine, überschaubare Schule mitten im Zentrum von Sukuta, direkt neben der Moschee. Eine kleine feine Schule nach deutschem Standard, an der auch gerade ein Trupp deutscher Handwerker zugange war. 

So wie es viele unterschiedliche Schulprojekte gibt, die aus Deutschland unterstützt werden, gibt es 
eben auch ganz viele unterschiedliche Konzepte.


Gegen Mittag waren wir zurück im Hotel, bevor es gegen 14 Uhr auf nach Banjul zum Albert-Markt ging. Auch heute stellten wir wieder fest, dass der Straßenverkehr von Jahr zu Jahr zunimmt, so dass die Fahrt nach Banjul immer etwas länger dauert. Um 15 Uhr kamen wir an und folgten unserem Reiseleiter Reinhold erst durch den Markt der Einheimischen, bevor wir auf dem Holzmarkt landeten. Dort wurde allen der neutrale Platz in der Mitte, den wir die "Schweiz" nennen, gezeigt. Es wurde eine Uhrzeit ausgemacht und los ging´s mit den Einkäufen.

Reinhold und Marika kauften alle noch fehlenden Sachen für den Verein, besonders Taschen, Kleider und Stoffe, ein. Zum einen werden diese für den Verkauf und zum anderen aber auch für das Polstern der Holzsachen im Koffer benötigt.

Nach etwa 2 1/2 Stunden war alles nötige preislich verhandelt und besorgt, so dass wir uns in der "Schweiz" jeder ein halbes Tapalapa mit Ei und - ganz wichtig! - Jumbo (eine Art Maggi-Gewürz) gönnten.
Unsere Freundin Fatou arbeitet in der Nähe des Albert-Marktes im Landwirtschaftsministerium und hatte um 18 Uhr Feierabend, so dass sie mit uns gemeinsam zurück fahren und sich damit eine Fahrt mit dem Busch-Taxi ersparen konnte.
Zurück in Serrekunda kauften Wolfgang und Ulrike noch Matratzen für die Unterkunft, die sie - egal ob in Sibanor oder der Praktikanten-Unterkunft- in jedem Fall benötigen werden. Da wir mit einem großen Fahrzeug unterwegs waren, konnten wir diese Matratzen gut hinten verstauen und transportieren.

Um kurz vor 20 Uhr kamen wir im Hotel an, jeder konnte noch ganz fix duschen und dann ging´s schon auf zum Abendessen beim Libanesen. Unnötig, die anschließende Desinfektionsrunde zu erwähnen :-) 

19. November 2013

Um 09:30 trafen wir uns mit Mitgliedern des Linden e.V. bei uns an der Tankstelle. So, wie wir deren Schule besichtigen konnten, interessierten sie sich für die unsrige. Sie mieteten sich ein grünes Touristen-Taxi, wir vereinbarten den Treffpunkt in Sibanor und dann fuhren wir getrennt los. In Sanyang nahmen wir Karamba mit, er kaufte in Brikama noch ein kleines Frühstück für sich und seine Leute, die an der Schule schon arbeiteten, und gegen 11:30 waren wir am vereinbarten Treffpunkt an der „Coca-Cola-Box“ in Sibanor. Marika und Reinhold gingen zu den Schweizern Vroni und David im Krankenhaus in Sibanor, mit denen es noch etwas zu besprechen galt.

Zwischenzeitlich waren die „Lindener“ eingetroffen. Nach einer herzlichen Begrüßung fuhren wir hintereinander zur Schule. Es war gerade Pause und die Kinder hießen uns mit lautem Singen willkommen. Pünktlich um 12:00 ging der Unterricht weiter und Marika zeigte den Gästen unsere Schule und beantwortete deren Fragen. Um es vorweg zu nehmen, wir erhielten ein dickes Kompliment für das, was hier in der „Middle of Nowhere“ entstanden ist.

Sie brachten als Gastgeschenk eine Aluminium-Tafel mit, die sie an ihrer Schule übrig hatten. Diese wurde von Yunus mit Dankbarkeit und Freude entgegengenommen.

Matthias, unser Klempnermeister, übernahm sein Revier, ließ Schlitze in der Dusche der Unterkunft schlagen und passte die Rohre ein. Karambas Leute hatten alles, was nicht mit den Rohren zusammenhing, bereits gefliest.

Wie wir erfuhren, fiel der Maler gestern von der Leiter. Er hatte starke Schmerzen und sollte am Abend mit uns zurückfahren.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen brachen die Gäste von Linden e.V. auf. Marika und Reinhold führten die anstehenden Mitarbeitergespräche mit allen Lehrern und den Köchinnen.

Auch Landing, der zweite Lehrer, bat um eine Weiterbildung in Richtung frühkindlicher Erziehung. Wir werden nun abklären, dass er, zusammen mit Jarra die Early-Child-Development-Ausbildung in Brikama, die vielleicht in den Weihnachtsferien neu beginnt, machen soll. Wie uns die Gäste vom Linden e.V. sagten, stellen sie nur Lehrer ein, die diese Qualifikation haben. Diese Ausbildung sei sehr gut und die Absolventen würden dadurch ein ganz anderes Verständnis für das Lernen und Verstehen der Kleinen entwickeln.

Simona hatte uns drei laminierte Wimmelbilder mitgegeben und ebenfalls Lernanleitungen aus den Ergebnissen unseres Workshops "Pädagogik". Die drei Lehrer waren davon sehr angetan.

Zwischenzeitlich hatten die Bauarbeiter die Sanitärinstallation weitgehend abgeschlossen. Mit deutscher Erfinderqualität und in gambisch-deutscher Teamarbeit wurde noch ein Waschtisch gegossen

und dann traten wir um 17:30 Uhr die Heimreise an. Nicht ohne vorher in der Bintang-Bolong-Lodge unser wohlverdientes Bierchen zu zischen. Auf dem Weg hielt Reinhold noch an der Polizei-Station an, an der wir im März unsere Benzinpumpenpanne hatten. Nach wenigen Fragen war die kleine Isadou gefunden, die eines unserer Kalendergirls in 2014 ist. Ein kleines Highlight für die dortige Gemeinschaft.

In Brikama übergaben wir den Maler an einen Taxifahrer, der ihn nach Sanyang bringen sollte. Um 19:30 im Hotel angekommen sprangen alle schnell unter die Dusche. 15 Minuten waren dafür kalkuliert. Dann nahmen wir im „Leybato“ das Abendessen ein, das Helgard und Wolfgang als Geschenk an die Gruppe übernahmen.

Zwischen Bestellung und Essen und auch danach sprach Marika mit Karamba über die anstehenden Arbeiten an der Schule. Das Hauptthema war dabei der neue Essensplatz, den wir ab jetzt mit dem gambischen Namen „Bantaba“ bezeichnen. Peter übernahm die Auflistung aller Materialien und deren Preise.

Nach dem Aufbruch, es war schon wieder kurz vor 23:00 Uhr, führte Marika die Verhandlung mit Karamba im Hotel fort und gegen halb eins war dann alles geklärt. Der Rest unserer Gruppe saß schon wieder in der „Desinfektionsstube“ und nach allgemeinem Rück-, Aus oder Durchblick, rief unser Bett gegen 2:00 Uhr zur kurzen Nachtruhe.

20. November 2013

Heute, es war 7:00 Uhr, wollte Reinhold den Blog zu Ende führen. Da das Internet nicht funktionierte, schrieb er - wie so oft - den Text in Word vor und hoffte, ihn später zu veröffentlichen.

Doch dann war keine Zeit mehr. Nach einem kurzen Frühstück ging es ans allgemeine Packen. Für Helgard und Matthias sicher kein Problem, Marika und Reinhold mussten aber drei Koffer so füllen, dass knapp 70 kg Kunsthandwerk heil in Deutschland ankommen. Dieses Kunststück überließ er seiner versierten Marika.

Sie hatte auch die grandiose Idee, dass wir all unsere Sachen bei unserer Freundin Fatou lassen, so dass wir die kostbaren Freigepäck-Kilos dafür nicht verwenden müssen. Ohnehin werden die Sommersachen bei uns in den nächsten Monaten nicht benötigt :-)

Jedenfalls reichten unsere drei Koffer mit Ach und Krach aus, um (fast) alles mengen- und gewichtsmäßig zu verstauen. Einiges konnte noch in den Koffern von Helgard und Matthias untergebracht werden und einige wenige Sachen mussten mit zu Fatou und werden dann von uns im nächsten März mit nach Deutschland gebracht. Dafür bleiben nun komplett all unsere Kleidungsstücke, Kosmetik, Schuhe in Gambia, so dass wir zwingend im März wieder kommen müssen.


Ulrike und Wolfgang machten sich gemeinsam mit Peter bereits gegen Mittag auf den Weg nach Tamba Kunda.






Peter wird sie, auf ihren gemeinsamen Wunsch hin, für die restliche Zeit als persönlicher Guide begleiten. Da er auch schon in den vergangenen Monaten aufgrund der freundschaftlichen Verbindung zu Reinhold und Marika engen Kontakt zu Yunus, zur Schule aber auch zu unserem Baumeister Karamba pflegte, sind wir sicher, dass er sich auch in Bezug auf die anstehenden Arbeiten am Essenspavillon nützlich machen wird.




Peter ist - im Gegensatz zu vielen anderen gambischen
Männern, die wir kennen - keiner, der einfach nur herumsitzt. Er sieht die Arbeit und die Aufgaben, die erledigt werden müssen und erledigt sie eben. Ein außergewöhnlicher Mensch!

Alle drei wurden herzlich von uns und dem Hotelpersonal, das an unserem Schulprojekt lebhaften Anteil nimmt, herzlichst verabschiedet.


Marika und Reinhold fuhren nochmals zu unserer Anwältin, um mit ihr die anstehenden Dinge zu besprechen. Der letzte Finanzstatus wurde übergeben und auch von ihr verabschiedeten wir uns nun bis März.


Reinhold brachte anschließend das Mietfahrzeug zurück ins Sukuta Camping und traf dort noch Gudrun vom Kambengo-Projekt, das wir uns gestern angesehen hatten. Natürlich mussten auch zwischen beiden die aktuellen Eindrücke ausgetauscht werden, bevor sich Reinhold auf den Rückweg ins Hotel machte.

Dort wartete bereits Birgit Lempa im Gespräch mit Marika, die uns noch einiges mitgab. Auch hier gab es einen herzlichen, aber auch etwas wehmütigen Abschied, weil Birgit uns im Laufe der vielen Jahre sehr ans Herz gewachsen ist.

Als Birgit mit ihrem Auto losfuhr, kam schon die kleine Haddy, mit ihrer Schwester, um ebenfalls "Hello and Goodbye" zu sagen.

Für ein letztes Bad im Meer blieb somit keine Zeit mehr. Reinhold ist nur noch einmal mit der kleinen Haddy mit den Füssen ins Wasser, als es auch schon zu regnen anfing. Was soll man sagen? Gambia weinte zu unserem Abschied :-)


Gegen 19:00 Uhr wurden wir zum Flughafen gebracht und dann ist unsere Arbeitsreise, im wahrsten Sinne des Wortes, auch schon vorbei.

An dieser Stelle allen Mitreisenden und noch Dagebliebenen ein herzliches Dankeschön für den intensiven gedanklichen Austausch. Dieser führte bei allen zu weiteren oder neuen Erkenntnissen, die nun jeder für sich umsetzen kann.

Abaraka! Dankeschön!

Kommentare:

  1. Wir wünschen euch viel Erfolg und eine gute Zeit. Und geniesst die Wärme!

    Herzliche Grüsse
    Jörg & Jacqueline

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  2. Also, mit Genießen hat die Wärme da unten nix zu tun :-)
    Aber genießt wenigstens den Strand unter schattigen Sonnenschirmen!
    Viel Spaß, Simona

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  3. Hallo Ihr Lieben,
    als ich gelesen habe, dass Ihr gut angekommen seid und der Wind schon wieder Eure Seele umschmeichelt bzw. alte Erinnerungen wach rief, fühlte ich mich sofort auch wieder in Eurer Nähe- eben zu Hause (in meinem geliebten Gambia. Habt noch eine schöne Zeit gemeinsam, liebe Grüße Waltraud

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  4. Hallo, ihr lieben, in Gambia "arbeitenden Urlauber"!

    Nachdem ich nun endlich rausgefunden habe, wie das mit dem Bloggen funktioniert, möchte auch ich euch herbstliche Grüße nach Gambia senden. Ihr werdet uns sicherlich nicht um unser Wetter beneiden, ich dafür um das eurige! Und noch um einiges mehr....;-). Hoffe, ihr habt viel Spaß und seid fleißig und erfolgreich! Ich denke oft an euch und verfolge mit Spannung die Berichterstattung.

    Liebe Grüße von Katrin

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  5. 8.11., 15.40 Uhr - Wie es aussieht, hat die Truppe in der Schule übernachtet, denn es gibt nix mehr zu lesen :-)

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  6. 09.11. 8 Uhr. Keine Nachricht aus Gambia. Das sieht nach Übernachtung in der Bintang Lodges aus.
    Herzliche Grüße von der Insel Rügen und habt euch wohl ihr Lieben !
    Eure Rüganer von der Nord Fraktion ;-)

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  7. Ein großes Lob an den fleißigen Schreiber - ich weiß, dass es viel Arbeit macht und Zeit, nebenher noch ein "Tagebuch" zu führen.
    Eine Weile hatte ich gestutzt, warum ihr euch so viel desinfiziert... bis mir dann die Erkenntnis wie Schuppen aus den Haaren fiel :-)... Innendesinfektion!!! Mit den günstigen Desinfektionsmitteln aus dem Duty Free.

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  8. Hallo, ihr Lieben,
    muss euch leider mitteilen, dass ihr mir für die Märzreise kein Zimmer reservieren braucht. Die Entscheidung ist gefallen. Keine Herzentscheidung....:-((.

    Viel Spaß noch und eine schöne Zeit!!!!

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  9. vielen Dank für die tollen Berichte... so können wir miterleben was Ihr so leistet....
    Wir wünschen Euc witerhin viel Erfolg,Freunde und Gesundheit....

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  10. Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank für die großartigen Infos. Ab dem 7. Nov. hatte ich mir irgendwie Gedanken gemacht, weil ich nichts mehr lesen konnte, aber um so größer war meine Freude, all das danach Geschriebene zu lesen und zu wissen, dass alles angekommen ist. Ich hatte hier inzwischen auch bissel Pech, aber das erzähle ich Euch, wenn Ihr zu Hause seid. Nun wünsche ich Euch noch eine wunderschöne, erfolgreiche und trotz allem erholsame Zeit. In Gedanken begleite ich Euch natürlich!!!
    Ganz liebe Grüße von Waltraud

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  11. Es gehört zwar nicht unbedingt hierher - aber für die, die es wissen wollten:
    Am 13.11.13 hatte nicht nur Matthias Geburtstag!
    Ich bin OMA geworden. Helene heißt die Gute, 50 cm lang und 3333 Gr. schwer.
    Und ich war live dabei - von nachts 01.30 Uhr bis 14 Uhr.

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    1. Aus dem fernen Afrika an die stolze Oma und besonders an die Eltern der kleinen Helenen die allerbesten Glückwünsche! Matthias meint, dass alle am 13. November Geborenen ganz besondere Menschen sind.

      Liebe Grüße von Ulrike, Helgard, Matthias, Wolfgang, Reinhold und Marika

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  12. Hab mich auch gerade informiert, was bisher alles passiert ist - klingt spannend!
    Viele liebe Grüße besonders an Ulrike!!!
    Und vielleicht besuche ich Gambia ja selber bald....

    Ines

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  13. Ich freue mich riesig, dass Haddy und Yunus mit den Finanzen so verantwortungsvoll umgehen!
    Interessant war für mich auch ein weiteres finanzielles Feld: Das Ausbessern, Reparieren, Instandhalten. Das müssen wir wohl mit als feste Institution in die Planung aufnehmen, so wie Lehrergehälter und Essen für die Kinder...
    Ich bin gespannt auf Wolfgangs Berichte über die einsame Übernachtung auf dem Schulhofgelände :-)

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